Abstracts

 

Workshop

AG Hochschul- und Studienfragen

Podiumsdiskussion "Neue Wege in der Hochschulreform: Konsequenzen für ethnologische Forschung und Lehre"

Organisation: Prof. Dr. Dorle Dracklé, Bremen, und Dr. Shahnaz Nadjmabadi, Heidelberg

Die deutsche Universitätslandschaft ist in Bewegung geraten. Mehr sogar: unsere Universitäten sehen sich einem enormen Reformdruck ausgesetzt. Auswirkungen der Verhandlungen um die Zukunft der Hochschulen ist bis in die ethnologischen Institute hinein spürbar geworden. In dieser Podiumsdiskussion geht es darum auszuloten, welche Konsequenzen die geplante Hochschulreform auf zukünftige Entwicklungen in Lehre und Forschung für das Fach Ethnologie haben wird und welche Position unser Berufsverband hierbei einnehmen sollte. In der Zielvereinbarung der Europäischen Gemeinschaft, der "Bologna Declaration" vom 19.6.99 sind folgende Punkte für eine gemeinsame Europäische Hochschul-reform festgelegt worden:

Aus den Bemühungen hinsichtlich der europäischen Einigung sind in Deutschland gestufte Studienabschlüsse (BA, MA) sowie Modularisierung der Studiengänge anvisiert, aber bisher kaum umgesetzt worden. In unserem Fach sind diese Neuerungen noch nicht umgesetzt worden, obwohl wir - sozusagen per se - international orientiert sind.
Die Modularisierung wird Auswirkungen hinsichtlich einer bereits im Studienplan festgeschriebenen Interdisziplinariät in der Ausbildung haben. Gleichzeitig bringt die geplante Hochschulreform mit Senkung der Altersgrenzen und Ein-führung der Juniorprofessur (sowie der halbherzigen Abschaffung der Habilitation) starke Veränderungen für die Nachwuchswissenschaftler in unserem Fach. Die unsichere Situation vieler junger Kollegen wird damit institutionalisiert und die jetzt schon prekäre Lage vieler, auf kurzfristige Projektstellen angewiesener Nachwuchskräfte verschärft.
Die Podiumsdiskussion wird dazu dienen, Erfahrungen mit der Einführung der gestuften Abschlüsse, der Modularisierung und der vergleichbaren Leistungen auszutauschen. Des weiteren ergreifen wir die Gelegenheit, mit Fachvertretern aus der ethnologischen Lehre sowie mit Spezialisten des Themas Hochschulentwicklung und der Vertreterin einer Drittmittelinstitution den aktuellen Stand der genannten Entwicklungen zu diskutieren.

Teilnehmer und Teilnehmerinnen

Dr. Susanne Anschütz, DFG, Bonn

Prof. Dr. Thomas Hauschild, Universität Tübingen

Dr. Jochen Hellmann, Akademisches Auslandsamt, Universität Hamburg (angefragt)

Prof. Dr. Ute Luig, Freie Universität Berlin

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