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Abstracts |
Leitung PD Dr. Bettina Beer
Die Sinne, auch die früher vernachlässigten sogenannten Nahsinne Schmecken, Riechen und Tasten, sind von Geisteswissenschaftlern für die europäische Kulturgeschichte mittlerweile gut untersucht. Ihre populäre "Wiederentdeckung'" und gegenwärtige Vermarktung in allen Bereichen der Erlebnis- und Freizeitkultur, sei es beim Verkauf von Möbeln ("wohnen mit allen Sinnen"), in Beauty-Farmen und Wellness-Programmen, bei der Aromatherapie oder der Aufwertung des Tastsinns in bestimmten Körpertherapien sind unübersehbar. Ethnologische Untersuchungen einzelner Sinne, ihrer Bedeutungen und Beziehungen zueinander in außereuropäischen Kulturen, sind jedoch nur vereinzelt zu finden. Auf die Frage, welche Aspekte der Wahrnehmung kulturell und welche biologisch bedingt sind, könnten kulturvergleichende Arbeiten zu neuen Ergebnissen kommen. In dem Workshop soll es um die methodische Umsetzung geplanter (Lars v. Karstedt, Dinah Jung) und bereits durchgeführter (Iris Kaebelmann, Bettina Beer) empirischer Untersuchungen gehen. In den Beiträgen werden jeweils Ver-suche der Systematisierung von Datenaufnahme und Auswertung sowie spezifische Probleme der Anwendung im Rahmen ethnologischer Feldforschungen thematisiert.
Lars v. Karstedt M.A., Hamburg
Was kann die Schematheorie zur Untersuchung sinnlicher Wahrnehmung beitragen?
Iris Kaebelmann M.A., Köln
Gerüche und ihre Bedeutung - eine Feldstudie unter Kölner Studenten
PD Dr. Bettina Beer, Hamburg
Geruch, Kultur, Natur: Eine vergleichende Untersuchung von Gerüchen auf den Philippinen und in Papua-Neuguinea
Dinah Jung M.A., Leipzig
Eine Ethnographie des Duftes (am Beispiel jemenitischer Frauen)
Prof. Dr. Karlheinz Wöhler, Lüneburg
Bestimmte und gestimmte Räume: Fremdräume als sinnlich verortete Räume
Dr. Eva Fischer, Wien
Wahrnehmung im Streifenraum: Ein andines Beispiel